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StadtAA/00471/AUS/1304 Juli 24 Der Vogt und der Rat der Stadt Augsburg tun kund: Die Bewohner von Augsburg haben gegen Chunrad den Langen, Bürger zu Augsburg, wegen dessen Verbot ihr Vieh von der oberen Lechbrücke bis zum Zusammenfluss von Lech und Wertach weiden zu lassen, Klage erhoben. Schließl
Angaben zur Identifikation |
| Institution: | Stadtarchiv Augsburg |
| Bestand: | Allgemeines Urkundenselekt (AUS) - Ältere Reihe (bis 1806) |
| Signatur: | StadtAA/00471/AUS/1304 Juli 24 |
| Titel: | Der Vogt und der Rat der Stadt Augsburg tun kund: Die Bewohner von Augsburg haben gegen Chunrad den Langen, Bürger zu Augsburg, wegen dessen Verbot ihr Vieh von der oberen Lechbrücke bis zum Zusammenfluss von Lech und Wertach weiden zu lassen, Klage erhoben. Schließlich wurde beschworen, dass das Gebiet der ganzen Stadt gehören soll. |
| Entstehungszeitraum: | 24.07.1304 |
| Originaldatierung: | Do daz geschach do waren von Christes geburte driuzehen hundert iar dar nach in dem vierden iar, an sant Jacobs abent. |
| Stufe: | Archivalieneinheit |
| Archivalienart: | Urkunde |
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Angaben zu Inhalt und Struktur |
| Regest: | Der Vogt und der Rat der Stadt Augsburg tun kund: Die Bewohner von Augsburg haben gegen Chunrad den Langen, Bürger zu Augsburg, wegen dessen Verbot ihr Vieh von der oberen Lechbrücke bis zum Zusammenfluss von Lech und Wertach weiden zu lassen, Klage erhoben. Schließlich wurde beschworen, dass das Gebiet der ganzen Stadt gehören soll. |
| Originaltext: | In nomine domini amen. Alle die disen brief lesent, ho/e/rent oder sehent sulen wizzen, daz die beschaiden lu/e/te vor unser frawen tôr und in sant Georien pharre, in sant sant Stephans pharre, vor Straevenin tôr und vor Hausteter tor gemainklich klagten und alliu diu gemain der stat ze Auspurch hintz hern Chunraden den Langen bi sant Mauricen burger ze Auspurch, er het in ir vihwaid auf gevangen, die si von alter her braht hetten von der obren brugge bi dem Lech ze tal unz in den auhaggen da Lech und Werta zu ainander rinnent, und wert in die und wolt si drauf niht lazzen triben und wolte als ir vihe da von vor hunger sterben. Und do si daz als lange klagt hetten dem vogt, swer do vogt was, den phlegern von der stat und ouch den ratgeben, die do ratgeben waren, daz sis von irem geschrai niht langer vertragen mohten, do wurden die ratgeben ze râte, daz si von dem rate vier erbaer manne sanden: Hainrich den Wissinger, Herman Mimmingen, Wernher den Lauginger und Hainrich Purkarten, daz die die kuntschaft und glegenhait ervaren solten, wie es drumbe gestalt war und wie es von alter her komen waer. Do die ir aller rede und ir aller klage in genomen hetten, die komen an den râte und legten fv/e/r, waz si ervaren hetten; und komen ouch die besten von den selben vorsteten und klagten und baten, daz man in rihte. Do rieten in die ratgeben gemainlich, swaz si gebresten von den Langen hetten, daz si daz aim vogt klagten und den baeten, daz er in rihte, si waren niht rihter. Do klagten die besten und die ehesten von den vorgenanten vorsteten hintz hern Chunrat den Langen, er irrt si an ir vihwaid, als da vor geschriben stat. Des antwurt der Lange, diu vihwaid gehorte ze Lechhausen zu anderm sinem gu(o)t und waer sin reht lehen von bischof Degenhart und von dem gotshaus ze Auspurch und het die braht in nutze und in gwer. Da wart ertailt nach ir baider rede, daz der vogt fach in die kuntschaft geben solt und da drumb tu/o/n solte daz reht waer. Des wart gevolgt und gab in der vogt baidenthalb ain endhaften tack in die kuntschaft ze gewinne und ze vluste, da der Lange ze gagen waz. Do der tak komen was, da kom zu/o/ der vogt, die ratgeben, die ehesten und die besten von den drein vorsteten, und vragt der vogt, waz er nu tu/o/n solte, als diu klage allenthalben gehandelt waer, daz er reht taet. Do wart ertailt, mo/e/ht man von den vorsteten und von allen den die dar zu gehorten bringen mit siben unversprochen mannen, daz si die vihwaid her braht hetten als si klagt hetten, daz man in die selben vihwaide ledgen und frien sôlte von den Langen. Der urtail wart gevolgt. Do berieten sich die erbarsten und die eltesten von den vorsteten, daz sis niht alaine mit siben mannen bringen wolten, si wo/e/tlen es durch der stet êre und durch gantz gewisshait mit mer lu/o/ten bringen; und swu/o/ren der drei und zwaintzik zen hailgen, daz von der obren brugge, swaz disunt des selb Lechs si unz in den haggen, da Lech und Werta zu/o/ an ander rinnent, die Koppen der alt noch der junge disunt Lechs chain reht gehabt hetten und ouch der Lange kain reht dran het, wan daz es ain gemain all der stat sin sol und ouch ist. Do si daz mit ir stark aiden behabt hatten, do gerten si aber urtail, ob man in des gerihts wol ain brief geben solte, daz sin niht vergezzen wurd. Daz wart in ertailt. Dar umb hat man in geben disen brief versigelt und gevestent mit des vogts insigel hern Hainrichs von Hattenberg, der do vogt waz, und mit der stet insigel, diu baidiu dran hangent. Des sint gezv/e/ge: Hainrich Ritschchart, Chunrat der Minner, die do stetphleger waren, Chunrat der Eulentaler, Liuitfrid in der apotek, Johans der Langenmantel, Chunr. Bru/o/ning, Ulrich Morskoph, und ander genv/e/ge. (....) |
| Beglaubigungsmittel: | Siegel |
| Aussteller: | A1: Hainrich von Hattenberg, Stadtvogt zu Augsburg; A2: Stadt Augsburg |
| Siegler: | S1 = A1; S2 = A1 |
| Unterschrift: | Z1: Hainrich Ritschchart (Ritschart), Stadtpfleger; Z2: Chunrat der Minner, Stadtpfleger; Z3: Chunrat der Eulentaler; Z4: Liuitfrid in der apotek; Z5: Johan der Langenmantel; Z6: Chunr. Bru/e/ning; Z7: U/o/lrich Morskoph |
| Provenienz / Aktenbildner: | ? |
| Überlieferungsart: | Ausfertigung |
| Sprache: | Deutsch |
| Schrift: | Lateinisch |
| Trägermaterial: | Pergament |
| Anzahl der Siegel: | 2 |
| Fehlende Siegel: | S1 |
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Weitere Bemerkungen |
| Bemerkungen: | Originaltext nach Meyer UB I, S.159-160, Nr.197 |
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Benutzung |
| Erforderliche Bewilligung: | Keine |
| Physische Benützbarkeit: | Eingeschränkt |
| Zugänglichkeit: | Öffentlich |
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URL für diese Verz.-Einheit |
| URL: | https://recherche-stadtarchiv.augsburg.de/scopeQuery/detail.aspx?ID=162055 |
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