StadtAA/00471/AUS/1313 Mai 30 Herman der Küster zu St. Moritz stiftet dem Hl.-Geist-Spital nach seinem Tod zur Begehung eines Jahrtags und zur Brot- und Weinausteilung ein Kapital von 50 Pfund Pfennige., 30.05.1313 (Archivalieneinheit)

Archivplan-Kontext


Angaben zur Identifikation

Institution:Stadtarchiv Augsburg
Bestand:Allgemeines Urkundenselekt (AUS) - Ältere Reihe (bis 1806)
Signatur:StadtAA/00471/AUS/1313 Mai 30
Titel:Herman der Küster zu St. Moritz stiftet dem Hl.-Geist-Spital nach seinem Tod zur Begehung eines Jahrtags und zur Brot- und Weinausteilung ein Kapital von 50 Pfund Pfennige.
Entstehungszeitraum:30.05.1313
Originaldatierung:Der brief ist geben in dem drizehenden iar do von Cristes geburt warn driuzehenhundert iar und an der mitechen vor der pfingestwochen
Stufe:Archivalieneinheit
Archivalienart:Urkunde

Angaben zu Inhalt und Struktur

Regest:Herman der Küster zu St. Moritz stiftet dem Hl.-Geist-Spital nach seinem Tod zur Begehung eines Jahrtags und zur Brot- und Weinausteilung ein Kapital von 50 Pfund Pfennige.
Originaltext:Ich bru/o/der U/o/lrich maister des spitals des hailigen gaistes vor der stat ze Auspurch und diu saemnung des selben houses v/e/ber al tun kunt allen den di disen brief lesent, ho/e/rnt oder sehent, daz uns der ersam man maister Herman der kuster ze sant Mauricin in der stat ze Auspurch durch got, durch siner und durch siner vordem seel willen geben hat fv/e/nftzik pfunt gu/o/ter und gaeber Auspurger pfenning, die wir den dv/e/rftigen und dem hous ze nutz an gleit haben und ain geltendes gu/o/t darumb kauft haben, daz dem spital immer mer gelten sol. Umb di selben triwe und gnad, di er zu dem hailigen gaist und den dv/e/rftigen und gaen v/e/ns gehabt hat, haben wir mit veraintem mu/o/t und mit guter betrahtunff und mit rat und mit willen hern Hainrich Ritschartes und hern Rv/e/dgers des Langmantels, di do unsers spitals pfleger warn, unser triwe geben und gelobt fv/e/r uns und fv/e/r unser nachkomen, daz wir im ze sinem lib ze ainem rehten lipgeding aelliu iar geben sv/e/ln zwen scheffel kern und ainen scheffel roggen und ainen metzen gestanpfeter gersten Auspurger mezzes gu/o/ts korens und zehen schilling Auspurger pfenning; und sv/e/ln im daz antwurten uf sinen kosten an sinen schaden also, daz wir aelliu iar an sant Gallen tag gewert haben sv/e/ln. Taeten wir des nit, so hat er gwalt, daz korn uf dem margte ze kauffenn und di pfenning an iuden ze nemenn uf unsern schaden; und swaz er des schaden nimmt, den sv/e/ln wir im gar und gaentzlichen ablegen an alle widerred und an alles rehtun. Und als maister Herman enist, so sv/e/ln wir geben ze siner iarzeit, swenn diu gevallet, unserm caplan ze dem spital, swer denn caplan ist, ainen schilling pfenning und den durftigen in die siechstuben ain pfunt pfenning umb ainen dienst des selben tages. Und ze sines vater hern Johansen und frawen Gerdrut siner mu/o/ter iarzeit an sant Cecilien tag aber dem caplan ainen schilling pfenning und den dv/e/rftigen in die siechstuben ain pfunt pfenning umb win und umb ainen dienst, sitlich und gewonlich ist. Und sv/e/ln daz tun aelliu iar immer mer eweclichen durch siner und durch siner vordem sei willen, daz man umb gedenk. Und ob wir des vergezzen wo/e/lten oder ain maister dar an traeg wo/e/lt sin, daz di dienst nit geb ze den iarzeiten, als da vor geschriben so geben wir gwalt und hinderbinden uns dez und wellen auch, daz di burger, swelhi denn unsers spitals pfleger sint, die iarzeit haizzen und schaffen began und daz si di gv/e/lt nemen von allem unserm gu/o/t, daz wir haben, und di dienst da von geben als irn triwen wol an stand und von got Ion dar umb enphahen wellen. Ez ist auch getaedinget, daz der brief zwen sin sv/e/ln: und sol der ainen haben maister Herman der kuster und den andern die pfleger, swelhi denn unsers spitals pfleger sint, ze ainer urkv/e/nd und manung, daz der iarzeit iht vergezzen werd. Wir wellen auch, daz der caplan, swer denn unser caplan ist, daz der bi siner triwe si gebunden, daz er den maister aelliu iar an die iarzeit manen sol: und ob der maister der iarzeit nit began wo/e/lt oder vil liht dar an su/o/mig waer, daz er denn daz den burgern, die des spitals pfleger sint, gesag und auch man, daz si schaffen, daz di iarzeit begangen werd als da vor geschriben stat. Daz daz stet blib und nit vergezzen werd, haben wir haizzen disen brief und iarzeit geschriben an unser bu/o/ch und geben in dar zu/o/ disen brief versigelt mit der ersamen herren der gaistlichen rihter insigel des houses ze Auspurch, mit unserm insigel und mit der vorgnanten unserr pfleger hern Hainrich und hern Rv/e/dger insigeln, diu dar an hangent. Und wir di gaistlichen rihter und wir Hainrich Ritschart und Rudger der Langmantel di vorgenanten pfleger veriehen, daz diu taedink mit v/o/ns zu/o/ gegangen sint und daz wir si also wares wizzen: darumb haben wir unseriu insigel an den brief gehenchet durch des spitals bet willen. (...)
Beglaubigungsmittel:Siegel
Aussteller:A1: U/o/lrich, Meister des Hl.-Geist-Spitals zu Augsburg; A2: Samnung des Hl.-Geist-Spitals zu Augsburg
Siegler:S1: Geistliche Richter, Augsburg; S2: Hl.-Geist-Spital, Augsburg; S3: Hainrich Ritschart, Pfleger des Spitals; S4: Rudger der Langmantel (Langenmantel), Pfleger des Spitals
Provenienz / Aktenbildner:Hl.-Geist-Spital, Augsburg
Rückvermerke, Alte Registraturvermerke:Stiftbrieff vmb ain Jartag
Erscheinungsform der Urkunde:Einzelblatt
Überlieferungsart:Ausfertigung
Sprache:Deutsch
Schrift:Lateinisch
Form der Ausfertigung:Handschrift
Trägermaterial:Pergament
Anzahl der Siegel:4
Besiegelungsform:anhängend

Angaben zu verwandtem Material

Veröffentlichungen:Originaltext nach Meyer UB I, S.187-188, Nr. 228
 

Benutzung

Erforderliche Bewilligung:Keine
Physische Benützbarkeit:Eingeschränkt
Zugänglichkeit:Öffentlich
 

URL für diese Verz.-Einheit

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