StadtAA/00471/AUS/1314 Februar 23 Berchtolt Bittschlin (Bitschlin) stiftet eine wöchentliche Messe und ein ewiges Licht in die alte Spitalskapelle, dann ein Kaplaneihaus und vier Jahrzeiten, an denen jedesmal Zuteilungen für Bedürftige in der Siechstube gegeben werden soll., 23.02.1314 (Archivalie

Archivplan-Kontext


Angaben zur Identifikation

Institution:Stadtarchiv Augsburg
Bestand:Allgemeines Urkundenselekt (AUS) - Ältere Reihe (bis 1806)
Signatur:StadtAA/00471/AUS/1314 Februar 23
Titel:Berchtolt Bittschlin (Bitschlin) stiftet eine wöchentliche Messe und ein ewiges Licht in die alte Spitalskapelle, dann ein Kaplaneihaus und vier Jahrzeiten, an denen jedesmal Zuteilungen für Bedürftige in der Siechstube gegeben werden soll.
Entstehungszeitraum:23.02.1314
Originaldatierung:Do das geschah do waren von Cristus gepurt drewzehenhundert iar und in dem vierzehenden iare, an sant Mathias abent des zwölffpotten
Stufe:Archivalieneinheit
Archivalienart:Urkunde

Angaben zu Inhalt und Struktur

Regest:Berchtolt Bittschlin (Bitschlin) stiftet eine wöchentliche Messe und ein ewiges Licht in die alte Spitalskapelle, dann ein Kaplaneihaus und vier Jahrzeiten, an denen jedesmal Zuteilungen für Bedürftige in der Siechstube gegeben werden soll.
Originaltext:Wir bruder Ulrich maister des spitals des heiligen geistes vor der stat ze Auspurch und die bru/e/der der selben samnunge v/e/beral tuen kunt allen den die disen briefe lesent, ho/e/rent oder sehent, das der beschaiden man her Berchtolt Bittschlin burger ze Augspurg durch got und durch seiner sele willen uns geben hat hundert pfundt gäber Augspurger pfenning an dem hofe ze Tapfhain, den wir kaufft haben von dem Schroter burger ze Werde und den Hainrich Zotman pauet, haben wir mit verdachtem mut und mit guter betrachtunge und mit rat und willen unsers genädigen herren byschoff Fridrichs ze Augspurg und mit rat und willen unserr pfleger hern Kropfes des teganes, hern Hainrich Ritschartes und hern Rüdigers des Langenmantels burger ze Augspurg, die do unsers spitals pfleger waren, durch die selben trewe die er uns getan hat haben wir im gelobt und verhayssen, das wir ymmermer von der selben gülte die von dem hofe wirt alle iare dem capelan ze dem alten spital geben su/e/llen zway pfundt Augspurger pfenning und ain ewigs liecht machen in die selben cappelle das des nachtes brinne; und sol der cappellan drei stund in der wochen in der selben cappelle misse singen oder sprechen. So hat er uns auch geben fünff pfundt pfenning, das wir bey der selben cappelle dem cappelan ain hawse gepawen haben, da ain gärtlin bey ist, und da ain capplan wol mit wesen inne gesein mag. So süllen wir auch began vier iarzeit in dem iare, ze yeglicher iarzeit den dürfftigen in die siechstuben ainen dienst geben mit dreyssig Schilling pfenningen, das ist die erst iarzeit hern Ulrich Bittschlins des alten seines vatters an sant Pauls tag als er bekert ward, die ander frawen Mächthild seiner mu/o/ter an unser frawen abent ze der ärende, die dritte frawen Agnes seiner wirtin an des martrers tag tag Vittoris, die vierde iarzeit sein selbs hern Berchtolt Bittschlins, wenn die gefallet das wir sy danne began süllen; und süllen also die vier iartzeit began ymmermer ewiclichen auf yeglichen tag als sy gefallen ist, und die vorgenanten gülte geben ainem capplan und das liecht zünden. Es sol auch her Berchtold Bittschlin die cappelle leihen ainem erbern man swem er wil die weyl er lebt; und nach seinem todt süllen wir die cappelle leihen nach seiner erben und friunde rat ainem erbern man der uns gut duncke: das haben wir je gelobt mit unsern triven für uns und unser nachkomen. Und darzu geben wir im hern Berchtold Bittschlin und seinen erben disen briefe versigelt und gevestnet mit des vorgenanten unsers herren byschoff Fridrichs insigel, hern Kropfes des tegans insigel, mit unserer sampnunge insigel und mit der vorgenanten unserer pfleger insigeln die daran hangent. Des sint geziugen: her Otte unser capplan, bruder Hartman, bru/o/der Conratt der Segenschmid, bru/o/der Seywot der Sümertöckel, bru/o/der Ulrich Rosenstil, brüder unser sampnunge, Ru/e/dolff unser pawmaister, und ander genug. (...)
Beglaubigungsmittel:Siegel
Aussteller:A: Ulrich, Meister des Hl.-Geist-Spitals und Konvent
Siegler:S1: Friedrich (I.) Spät von Faimingen, Bischof von Augsburg; S2: Dekan Kropf, Pfleger des Spitals; S3: Samnung des Hl.-Geist-Spitals zu Augsburg; S4: Hainrich Ritschart, Pfleger des Spitals; S5: Rüdiger der Langenmantel, Pfleger des Spitals und Bürger zu Augsburg
Unterschrift:Z1: Otte, Kaplan des Hl.-Geist-Spitals; Z2: Bruder Hartman; Z3: Bruder Conratt der Segenschmid; Z4: Bruder Seywot der Sümertöckel; Z5: Bruder Ulrich Rosenstil; Z6: Ru/e/dolff, Baumeister ("pawmaister") des Hl.-Geist-Spitals
Provenienz / Aktenbildner:Hl.-Geist-Spital, Augsburg
Überlieferungsart:Vidimus
Sprache:Deutsch
Schrift:Lateinisch
Form der Ausfertigung:Handschrift
Anzahl der Siegel:5
Fehlende Siegel:5
Besiegelung:kein Siegel (Abschrift)

Angaben zu verwandtem Material

Veröffentlichungen:Originaltext nach Meyer UB I, S.189-191, Nr. 230

Weitere Bemerkungen

Bemerkungen:Vidimus in einer Urkunde vom 22.09.1450
 

Benutzung

Erforderliche Bewilligung:Keine
Physische Benützbarkeit:Eingeschränkt
Zugänglichkeit:Öffentlich
 

URL für diese Verz.-Einheit

URL:https://recherche-stadtarchiv.augsburg.de/scopeQuery/detail.aspx?ID=170380
 

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