StadtAA/00471/AUS/1434 April 20 Gerichtsbrief Herzog Wilhelms (III.) von Bayern im Streit zwischen Konrad von Hall, Bürger zu Augsburg und Soldritter der Stadt Augsburg und Heinrich von Freyberg, 20.04.1434 (Archivalieneinheit)

Archivplan-Kontext


Angaben zur Identifikation

Institution:Stadtarchiv Augsburg
Bestand:Allgemeines Urkundenselekt (AUS) - Ältere Reihe (bis 1806)
Signatur:StadtAA/00471/AUS/1434 April 20
Titel:Gerichtsbrief Herzog Wilhelms (III.) von Bayern im Streit zwischen Konrad von Hall, Bürger zu Augsburg und Soldritter der Stadt Augsburg und Heinrich von Freyberg
Entstehungszeitraum:20.04.1434
Originaldatierung:...an eritag vor sant Jörigen des heiligen ritters tag...
Stufe:Archivalieneinheit
Archivalienart:Urkunde

Angaben zu Inhalt und Struktur

Regest:Vor Herzog Wilhelm (III.) von Bayern, Pfalzgraf bei Rhein usw., als Kommissar und seinen Beisitzern erscheinen:
1) Konrad von Hall, Bürger zu Augsburg, "Diener" (Soldritter) der Stadt Augsburg mit seinem Anwalt Konrad Heinzel. Auf der Reichsstraße zu deren Schutz er laut kaiserlichem schriftlichem und mündlichem Auftrag verpflichtet ist, seien fünf Straßenräuber aufgetaucht: Drei seien von seinen Leuten aufgegriffen und nach Reichsrecht hingerichtet worden, zwei seien in den Friedhof zu Scheuring (Lkr. Landsberg am Lech) geflohen. Pfleger Heinrich von Freyberg habe die beiden zu Schloss Liechtenberg (südlich Scheuring, heute Ruine) mitgenommen, um sie dann vor Herzog Ludwig zu bringen. Beim Geleitzug war auch der von Riedhiem, Pfleger zu Friedberg, dabei.
2) Heinrich von Freyberg mit seinem Anwalt Konrad von Freyberg: Heinrich habe die Räuber nicht freventlich aus dem Asylraum (Kirche) herausholen wollen und sie deshalb in die Hand Herzog Ludwigs gegeben, da Scheuring und Liechtenberg keine Hochgerichtsbarkeit hätten. Dagegen Konrad von Hall: Knecht Stephan Rüß habe einen gefangen und einen getötet; Hochgericht gehöre nach Landsberg (Landsberg am Lech, Lkr. Landsberg am Lech).
Mit Mehrheit wird entschieden: Heinrich von Freyberg solle beschwören, dass er aufrichtig gehandelt habe.
Beisitzer: 1. Peter, Bischof von Augsburg; 2. Ludwig Graf zu Öttingen, Hofmeister; 3. Ulrich Graf von Helfenstein; 4. Diebald zu Geroldseck; 5. Ritter Heinrich Nothaft zu Wernberg; 6. Hans Pientzenauer; 7. Hans von Westerstetten; 8. Erbmarschall Konrad von Pappenheim; 9. Georg von Schaubmerg; 10. Sigmund, Schenk von Geiern. Alle Betroffenen erhalten gleichlautenden Gerichtsbrief.
Urkundentypologie:Gerichtsbrief
Beglaubigungsmittel:Siegel
Aussteller:A: Herzog Wilhelm (III.) von Bayern, Pfalzgraf bei Rhein usw.
Siegler:S = A
Ausstellungsort:Basel (Schweiz)
Provenienz / Aktenbildner:?
Überlieferungsart:Ausfertigung
Sprache:Deutsch
Schrift:Lateinisch
Trägermaterial:Pergament
Anzahl der Siegel:1
Siegelbildtype:Wappendarstellung
 

Benutzung

Erforderliche Bewilligung:Keine
Physische Benützbarkeit:Eingeschränkt
Zugänglichkeit:Öffentlich
 

URL für diese Verz.-Einheit

URL:https://recherche-stadtarchiv.augsburg.de/scopeQuery/detail.aspx?ID=360491
 

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