StadtAA/00471/AUS/1442 Januar 15 Leonhard Genter, der Schuster von Graben, und seine Frau Katharina Genter erhalten vom Domherrn, Zellerar Berthold von Renhartsweiler, als Leibding ihre zwei Häuser zu Augsburg als Acht-Leiber-Leihe zu einem Zins von jährlich einem Ort eines ungarischen oder böhmis

Archivplan-Kontext


Angaben zur Identifikation

Institution:Stadtarchiv Augsburg
Bestand:Allgemeines Urkundenselekt (AUS) - Ältere Reihe (bis 1806)
Signatur:StadtAA/00471/AUS/1442 Januar 15
Titel:Leonhard Genter, der Schuster von Graben, und seine Frau Katharina Genter erhalten vom Domherrn, Zellerar Berthold von Renhartsweiler, als Leibding ihre zwei Häuser zu Augsburg als Acht-Leiber-Leihe zu einem Zins von jährlich einem Ort eines ungarischen oder böhmischen Guldens.
Entstehungszeitraum:15.01.1442
Originaldatierung:uff mentag nächst vor sant Anthonis tag
Stufe:Archivalieneinheit
Archivalienart:Urkunde

Angaben zu Inhalt und Struktur

Regest:Leonhard Genter, der Schuster von Graben, und seine Frau Katharina Genter, erhalten vom Domherrn, Zellerar Berthold von Renhartsweiler, als Leibding ihre zwei Häuser (und Hofsach und Garten), gelegen zu Augsburg, in der Pfarrei St. Ulrich am Kitzelnmarkt, zwischen dem Anwesen Hans Ochsenkopf und Ulrich von St. Gallen, beide Weber und Bürger zu Augsburg (die vorher Anna Spär, Witwe, Bürgerin zu Augsburg, als Leibrente hatte) – hinten an die Stadtmauer anstoßend und vorn an die Straße, zum Stromair-Hof gehörend – als Acht-Leiber-Leihe, d.h.
1–2) Ehepaar Leonhard Genter und Katharina Genter selber,
3) ihr Sohn Hans,
4–6) die Brüder Ulrich, Wilhelm und Michael Benker, Söhne der Katharina Genter,
7) ihre Tochter Anna,
8) Stephan Ganser, der Weber,
zu einem Zins von einem Ort eines ungarischen oder böhmischen Guldens zu Michaeli (29. September), ± 14 Tage, zu ihren Lebzeiten, bis 38 Augsburger Pfennig (d.h. zwei Heller pro Pfennig).
Pön: Aufschlag eines Drittels; Pfändung durch Burggraf oder Stadtvogt; nach einem halben Jahr fällt das Anwesen zurück.
Kaufpfennig – Rückkaufsrecht zum ursprünglichen Preis – für Kaufpfennig dieselben Pönbestimmungn wie für Zins! Siegelgeld.
Bei Wechsel eines Nießers: ein halbes Ort eines ungarischen oder böhmischen Guldens. Nach Tod der acht Nießer fällt das Anwesen zurück.
Leibding in Zinslehen umgewandelt (mit 70-jähriger Laufzeit) nach Vertrag zwischen Bischof/Klerus und der Stadt Augsburg vom 01.04.1398; dann Leibding- bzw. gegenbrief zurück.
Urkundentypologie:Leibgedingrevers
Beglaubigungsmittel:Siegel
Aussteller:A1: Leonhard Genter, der Schuster von Graben; A2: Katharina, Frau des A2
Siegler:S: Leonhard von Grönenbach, Stadtvogt zu Augsburg
Unterschrift:Z1: Stephan Ganser, Weber und Bürger zu Augsburg; Z2: Ulrich von St. Gallen, Weber und Bürger zu Augsburg
Provenienz / Aktenbildner:?
Rückvermerke, Alte Registraturvermerke:lienhart kempter schuster von Graben an dem kitzenmarkt, in St. Ulrichß pfar Nunc hanns Ochssenkopff/ Nunc Marx Hofman//
Überlieferungsart:Ausfertigung
Sprache:Deutsch
Schrift:Lateinisch
Trägermaterial:Pergament
Anzahl der Siegel:1

Weitere Bemerkungen

Bemerkungen:itel (mhd.): rein, unverfälscht, mit vollem Wert; benken (mhd.): Bänke/Sitze bereiten, vgl. Benker (Familienname); Genter/ganter: Küfer (schwäbisch);
 

Benutzung

Erforderliche Bewilligung:Keine
Physische Benützbarkeit:Eingeschränkt
Zugänglichkeit:Öffentlich
 

URL für diese Verz.-Einheit

URL:https://recherche-stadtarchiv.augsburg.de/scopeQuery/detail.aspx?ID=396679
 

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