Angaben zur Identifikation |
| Institution: | Stadtarchiv Augsburg |
| Bestand: | Allgemeines Urkundenselekt (AUS) - Ältere Reihe (bis 1806) |
| Signatur: | StadtAA/00471/AUS/1455 Januar 20 |
| Titel: | Reichserbmarschall Ritter Heinrich von Pappenheim gibt als kaiserlicher Kommissar Gerichtsbrief in der Streitsache zwischen Jakob Truchseß zu Waldburg (bzw. dessen Knecht Hans Zürn) einerseits und der Stadt Augsburg andererseits. |
| Entstehungszeitraum: | 20.01.1455 |
| Originaldatierung: | am mentag nach sant Anthonys tag... |
| Stufe: | Archivalieneinheit |
| Archivalienart: | Urkunde |
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Angaben zu Inhalt und Struktur |
| Regest: | Reichserbmarschall Ritter Heinrich von Pappenheim erhält von Kaiser Friedrich (III.) den Auftrag, als kaiserlicher Kommissar die Sache Jakob Truchseß zu Waldburg (bzw. dessen Knecht Hans Zürn, genannt Schlaginhaufen ("Slachinhuffen")) gegen die Stadt Augsburg zu entscheiden. Er lädt die Parteien ein auf den 26. März 1454 (Dienstag nach Sonntag Oculi) nach Dillingen. Der Anwalt des Jakob Truchseß, Ritter Georg zu Schaumberg, Pfleger zu Stoffen, erklärt: Jakob Truchseß sei zur Zeit von Herzog Albrecht (III.) von Bayern Pfleger in Landsberg gewesen. Augsburger hätten Jagd auf die Knechte gemacht, die ihm sein Freund Wilhelm von Riedheim geschickt habe; besonders einer sei schwer verwundet (gelähmt) worden. Heinrich von Pappenheim empfiehlt eine gütliche Einigung (Entschädigung, Schmerzensgeld für Hans Zürn). Die Bevollmächtigten der Stadt Augsburg, Ulrich Rehlinger und Ludwig Hörnlin, erklären: Die Stadt Augsburg sei nicht für das Verhalten der Knechte verantwortlich. Man habe Altbürgermeister Leonhard Langenmantel nach Landsberg geschickt (zur Entschuldigung und Wiedergutmachung). Georg Schmeck und der Knopf hätten Urfehde geschworen. Die Augsburger hätten einen Knecht "gelämet geslagen gestochen auch schwerter nach im geschossen". Jakob Truchseß habe den Altbürgermeister nicht anhören wollen. Georg zu Schaumberg habe auch mit dem Frickinger gesprochen. Es werden sechs Wochen und drei Tage Bedenkzeit für das Urteil gewährt, dann wird der Rechtstag nach Dillingen anberaumt. Für Augsburg spricht Bartholomäus Welser und erneut Ludwig Hörnlin. Beide Parteien erhalten einen Urteilsbrief. |
| Urkundentypologie: | Gerichtsbrief |
| Beglaubigungsmittel: | Siegel |
| Aussteller: | A: Reichserbmarschall Ritter Heinrich von Pappenheim |
| Siegler: | S = A |
| Provenienz / Aktenbildner: | ? |
| Rückvermerke, Alte Registraturvermerke: | urtailbrief gegen hr. Jacob Truchseß u. Hans Zürn |
| Überlieferungsart: | Ausfertigung |
| Sprache: | Deutsch |
| Schrift: | Lateinisch |
| Form der Ausfertigung: | Handschrift |
| Trägermaterial: | Pergament |
| Anzahl der Siegel: | 1 |
| Fehlende Siegel: | 1 |
| Besiegelung: | verloren |
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Angaben zu verwandtem Material |
| Verknüpfung zwischen zwei AE: | StadtAA/00471/AUS/1453 November 28_1_X Kaiser Friedrich III. beauftragt Reichserbmarschall Ritter Heinrich von Pappenheim, als kaiserlicher Kommissar die Streitsache zwischen Jakob Truchseß zu Waldburg (bzw. dessen Knecht Hans Zürn) einerseits und der Stadt Augsburg andererseits zu entscheiden., 2 |
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Weitere Bemerkungen |
| Bemerkungen: | Die Urkunde enthält das Insert einer Urkunde Kaiser Friedrichs III. vom 28. November 1453 (00471/1453 November 28_1_X). |
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Benutzung |
| Erforderliche Bewilligung: | Keine |
| Physische Benützbarkeit: | Eingeschränkt |
| Zugänglichkeit: | Öffentlich |
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URL für diese Verz.-Einheit |
| URL: | https://recherche-stadtarchiv.augsburg.de/scopeQuery/detail.aspx?ID=684153 |
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